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Anthroposophie : Anthroposophie
Geschrieben von Esoterik am 03.11.2008 14:20:22 (51 x gelesen)
Anthroposophie

Als Anthroposophie (von griech. anthropos, Mensch, und sophia, Weisheit)
wird heute eine von Rudolf Steiner (1861–1925) begründete,
weltweit vertretene spirituelle Weltanschauung bezeichnet.

Der Begriff war vor ihm allerdings bereits von anderen Autoren verwendet worden.

Steiners Anthroposophie versteht sich nicht nur als Lehre,
sondern auch als eine Methode, eigenständig Forschung auf "geistigem Gebiet" zu betreiben.

Ziel ist ein individueller, aber dennoch systematischer Zugang zu Phänomenen der "übersinnlichen Welt".

Die Impulse, die von der Anthroposophie ausgehen, umfassen so unterschiedliche Lebensbereiche wie Pädagogik/Heilpädagogik (Waldorfschule, Camphill), Medizin (anthroposophische Medizin), Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft), Soziales (Dreigliederung des sozialen Organismus), Bewegungskunst (Eurythmie), Religion (Die Christengemeinschaft) und Finanzwesen (Gemeinschaftsbank, Gemeinschaft für Leihen und Schenken).

Die Bezeichnung "Anthroposophie" wurde bereits in der frühen Neuzeit verwendet.
In einem anonymen Buch mit dem Titel Arbatel de magia veterum, summum sapientiae studium (1575), das dem Philosophen und Theologen Agrippa von Nettesheim zugeschrieben wird, wird Anthroposophie (ebenso wie Theosophie) der "Wissenschaft des Guten" zugerechnet und mit "Kenntnis der natürlichen Dinge" bzw. "Klugheit in menschlichen Angelegenheiten" übersetzt.

Anfang des 19. Jahrhunderts prägte der Schweizer Arzt und Philosoph Ignaz Troxler (1780–1866) den Begriff "Anthroposophie" in Anlehnung an seine Biosophie (Elemente der Biosophie, 1806).

Im Sinne der Vorläufer der Lebensphilosophie, vor allem des Naturphilosophen Schelling, bei dem Troxler studiert hatte, sollte Biosophie "Naturerkenntnis durch Selbsterkenntnis" bedeuten.

Die Erkenntnis der menschlichen Natur nannte Troxler Anthroposophie.

Die Philosophie – und alle Philosophie sei Naturerkenntnis – muss ihm zufolge zur Anthroposophie werden.

Diese wird als eine "objektivierte Anthropologie" vorgestellt, die vom "ursprünglichen Menschen" ausgehen soll.

In der menschlichen Natur vereinen sich demzufolge in einem mystischen Vorgang Gott und Welt.

Auch Immanuel Hermann Fichte verwendete das Wort Anthroposophie 1856 in Anthropologie – Die Lehre der menschlichen Seele und bezeichnete damit eine "gründliche Selbsterkenntniss des Menschen", die "nur in der erschöpfenden Anerkenntnis des Geistes" liege.

Wahrhaft gründlich oder ergründend könne sich der "Menschengeist" aber nicht erkennen, ohne damit der "Gegenwart oder Bewährung des göttlichen Geistes an ihm inne zu werden".

Der Religionsphilosoph Gideon Spicker, der eine "Religion in philosophischer Form auf naturwissenschaftlicher Grundlage" anstrebte und den Konflikt zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Naturwissenschaft als das Grundproblem seines Lebens und Denkens ansah, formulierte das Programm einer Anthroposophie, ebenfalls im Sinne "höchster Selbsterkenntnis":

"Handelt es sich aber in der Wissenschaft um die Erkenntnis der Dinge, in der Philosophie dagegen in letzter Instanz um die Erkenntnis dieser Erkenntnis, so ist das eigentliche Studium des Menschen der Mensch selbst, und der Philosophie höchstes Ziel ist Selbsterkenntnis oder Anthroposophie." (Die Philosophie des Grafen von Shaftesbury, 1872).

Spickers Ideal umfasste in der Religion die Einheit von Gott und Welt als selbstverantwortete Erkenntnis unter Anwendung von Vernunft und Erfahrung.

Der österreichische Philosoph und Herbartianer Robert Zimmermann (1824–1898), Schöpfer der "Philosophischen Propädeutik", wählte die Bezeichnung "Anthroposophie" 1882 als Titel einer Programmschrift, die ein System idealer Weltsicht auf realistischer Grundlage zu beschreiben suchte (Anthroposophie im Umriß.

Entwurf eines Systems idealer Weltsicht auf realistischer Grundlage, 1882).

Zimmermann, bei dem Steiner Philosophie-Vorlesungen hörte, wollte in seinem System über die "Schranken und Widersprüche, die der gemeine Erfahrungsstandpunkt in sich trägt", hinausgehen und eine "Philosophie des Menschenwissens" errichten, die als Wissenschaft von der Erfahrung ausgeht, aber, wo es das logische Denken erfordert, über sie hinausreicht.

Rudolf Steiner verwendete den Namen "Anthroposophie" zunächst in sehr freier Weise.

So hielt er 1902 in dem von ihm geleiteten Berliner Literatenkreis
"Die Kommenden" eine Vortragsserie mit dem Titel: Von Zarathustra bis Nietzsche.

Entwicklungsgeschichte der Menschheit anhand der Weltanschauungen von den ältesten orientalischen Zeiten bis zur Gegenwart, oder Anthroposophie.

Über den Inhalt dieser Vorträge ist nichts Näheres überliefert.

Parallel dazu sprach er erstmals öffentlich (im Rahmen des Giordano Bruno-Bunds) über die von da an durch ihn vertretene Theosophie (Titel: Monismus und Theosophie), wobei er inhaltlich an Immanuel Hermann Fichte anknüpfte.

Im Rahmen der Theosophischen Gesellschaft benutzte Steiner die Bezeichnung "Anthroposophie" erstmals 1909, und zwar für eine erweiterte Sinneslehre, die er neben die schon existierende Theosophie stellte, "ähnlich wie im Mittelalter neben die Theologie die Anthropologie" gestellt wurde (Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie, GA 115).

Nachdem er 1902 eine historische Betrachtung von Weltanschauungen "Anthroposophie" genannt hatte, entwickelte er jetzt unter dem selben Namen also eine Sinneslehre, welche die bekannten fünf Sinne durch fünf weitere Sinne ergänzte und so eine Brücke zwischen Theosophie und Anthropologie bilden sollte.

Zur Wortgeschichte merkte er dabei an:
"Das Wort ist schon einmal gebraucht worden. Robert Zimmermann hat eine Anthroposophie geschrieben, aber er unternahm sie mit höchst unzulänglichen Mitteln (...). Er hat sie herausgesponnen mit den ausgesogensten, abstraktesten Begriffen, und dieses Gespinst war dann seine Anthroposophie."

Eine schriftliche Fassung seiner "anthroposophischen" Sinneslehre brachte Steiner nicht zu Ende;
sie wurde posthum als Fragment publiziert (Anthroposophie – ein Fragment).

Als es 1913 zum Bruch mit der Theosophischen Gesellschaft kam und Steiner eine neue Bezeichnung für das wählen musste, was er bisher als "Theosophie" vertreten hatte, entschied er sich für "Anthroposophie".

Später (1916) schrieb er darüber:
"Als es sich vor einer Anzahl von Jahren darum handelte, unserer Sache einen Namen zu geben, da verfiel ich auf einen solchen, der mir lieb geworden war, deshalb, weil ein Philosophie-Professor, dessen Vorträge ich in meiner Jugendzeit gehört habe, Robert Zimmermann, sein Hauptwerk 'Anthroposophie' genannt hat."

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Alchemie : Alchemie
Geschrieben von Esoterik am 03.11.2008 14:12:01 (53 x gelesen)
Alchemie

Die Alchemie (auch Alchymie oder Alchimie)
ist ein alter Zweig der Naturphilosophie
und wurde im 17./18. Jahrhundert nach und nach
von der modernen Chemie und Pharmakologie abgelöst.

Oft wird angenommen,
die "Herstellung" von Gold (siehe Goldsynthese) und anderer
Edelmetalle (siehe Edelmetallsynthese)
sei das einzige Ziel der Alchemisten;

die Adepten (großen Alchemisten) sehen diese Transmutationen jedoch eher als Nebenprodukt einer inneren Wandlung.

Das Wort Alchemie leitet sich vom arabischen "al-kymiya" her
und wurde aus dem Griechischen übernommen,
daher die Ableitung "χυμεία" (chymeia).

Die Auslegung der Bedeutung des Wortes
ist allerdings so vielschichtig wie die Alchemie selbst:
"Al" ist ein arabischer Artikel,
"Kemet" oder "Chemi" ist der ägyptische Ausdruck für "das Schwarze" und bedeutet auch "schwarze Erde" bzw. die schwarze fruchtbare Erde des Nildeltas.

Schwarze Erde bezeichnet den ursprünglichsten Gegenstand der "chemischen" Beschäftigung, die Erde, ist aber auch der Name, mit dem die alten Ägypter ihr Land bezeichneten.

So könnte man "Alchemie" z. B. mit "göttliche Kunst der Ägypter" übersetzen.

Das griechische "chymeia" bedeutet allerdings "Schmelzung";
in diesem Sinne bedeutet Alchemie "Lehre des Gießens".

Anhand der Etymologie werden bereits ihre Ursprünge im alten Ägypten oder (hellenistischen) Griechenland deutlich.

Der Basistext der Alchemie ist die ursprünglich arabische Tabula Smaragdina, die "Bibel der Hermetik", die auf Hermes Trismegistos zurückgeht.

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Esoterik : Esoterik
Geschrieben von Esoterik am 03.11.2008 14:06:50 (74 x gelesen)
Esoterik

Esoterik ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs
die Lehre oder Wissenschaft des Geheimen,
womit alles nicht-sinnliche, nicht-physikalische bezeichnet wurde.

Heute ist "Esoterik" zumeist ein Sammelbegriff
für ein breites Spektrum verschiedenartiger Weltanschauungen,
welche die spirituelle Entwicklung des Individuums betonen,
jedoch durch keine organisierte Religion oder religiöse Konfession
im engeren Sinn als Glaube vertreten werden.

Dieses Portal bietet einen Einstieg in den Themenkomplex der Esoterik

Esoterik (von altgriechisch ἐσωτερικός esōterikós "innerlich")
ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine
für einen begrenzten "inneren" Personenkreis bestimmte philosophische Lehre,
im Gegensatz zu Exoterik als öffentlichem Wissen.

Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren,
spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik,
oder auf ein "höheres", "absolutes" Wissen.

Daneben wird der Begriff in freier Weise für ein breites Spektrum
verschiedenartiger Lehren und Praktiken gebraucht.

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